Dienstag, 28. September 2010
Días caóticos, de sol, de lluvia, de tristeza, de alegría...
... hay de todo en Montevideo. Chaotische Tage, sonnig, regnerisch, mit Trauer und Freude. Morgen hab ich ein Parcial, ich hoffe, das wird besser laufen als das Quiz neulich. Aber diesmal bin ich auch besser vorbereitet, also optimistisch. Das letzte Wochenende war wieder sehr ereignisreich, Party der Católica und heimkommen bei Helligkeit (die Tage werden doch tatsächlich länger :) Theater im Freien am Samstag und Día del Patrimonio am Sonntag. Am Sonntag war ich mit dem Kurs Cultura Uruguaya freiwillig unterwegs und wir haben als Highlight eine Hafenrundfahrt mit dem Boot gemacht! Nachmittags hab ich mit Megan und ihrer Freundin an einer spottbilligen Bustour durch den Cerro teilgenommen. Cerro heißt Hügel und das Viertel liegt an diesem Hügel, dort arbeite ich auch jeden Mittwoch in der Schule. Teile des Viertels haben einen schlechten Ruf, weil die Bevölkerung dort arm ist, aber es ist ein Viertel voller interessanter Orte und Geschichten. Viele Straßen sind nach Ländern und Städten benannt, weil sich dort die Immigranten niedergelassen haben. Auf dem Hügel selber war eine Militärfestung, dort ist heute ein Museum und man hat einen wunderschönen Blick auf die Stadt, den Hafen und das Wasser. Im Rahmen der Tour haben wir noch eine kurze Flamenco-Vorführung gesehen und ein bisschen Theater. Wegen des Día de Patrimonio waren sämtliche öffentliche Gebäude und Museen offen und deshalb wurde die Tour auch angeboten. Also wer behauptet, in Montevideo sei nichts los, muss die Augen aufmachen. Die Stadt erschließt sich einem nicht auf den ersten Blick (vor allem nicht, wenn man im Winter herkommt), aber sie hat so viel zu bieten und ist doch so entspannt und tranquilo... besser gesagt die Einwohner ;-) Das hat natürlich wie alles zwei Seiten, etwas weniger tranquilidad wäre z.B. beim Planen von Gruppenarbeiten angebracht, aber ich wollte ja interkulturelle Herausforderungen! A ver cómo va... Mal schauen, wie es läuft. Hasta la próxima!
Donnerstag, 23. September 2010
Gute Nacht Uruguay, guten Morgen Deutschland...
Eduard Mörike
Er ist's
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
- Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
- Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling ja du bist' s!
Dich hab' ich vernommen!
Dich hab' ich vernommen!
Ich liebe solche Abende... in Uruguay sein, deutsche Gedichte lesen, mit marokkanischen Freunden in Kanada, uruguayischen und deutschen Freunden in Montevideo zu chatten und Musik einer britischen Band zu hören. So muss es sein. Manchmal ist für einen kleinen Moment alles perfekt.
Und nächsten Donnerstag dann wieder Couchsurfing-Treffen.
Sonntag, 19. September 2010
Fin de semana
Mein erstes komplettes Wochenende in Montevideo seit einer ganzen Weile ist vorbei... und abgesehen von meinem Kreditkartenchaos war es gut, das muss ich zugeben.
Am Freitag war eine Fraternities-Party bei den amerikanischen Austauschstudenten zu Hause, das war extrem lustig. Es wurde den Gästen stark ans Herz gelegt, eine Toga anzuziehen und sehr viele hatten auch eine an. Ich wusste bis kurz vorher auch nicht, was das ist, Melli und ich haben uns von ihrer Gastmutter ein Bettlaken ausgeliehen, das diente dann als Toga. Blätter als Deko ins Haar und ab gings. Dort wurden lustige Spiele gespielt, z.B. "Lasse dir Bier vom Fass durch einen Schlauch und Trichter in den Mund laufen" oder Beer Pong, dabei muss man versuchen, mit nem Eiswürfel in einen Becher mit Bier zu treffen. Schafft man das, darf man den Inhalt austrinken. Ansonsten hab ich einige nette Gespräche geführt und neue Leute kennengelernt, hat sich also gelohnt.
Der nächste Tag ging dementsprechend für mich erst am späten Nachmittag los, dann hat es mich aber doch in die Sonne gezogen. Ich war spazieren und bin ins Montevideo-Shopping (Window-Shopping kann auch interessant sein!) Danach war ich dort noch mit Melli im Kino, mein Luxus dieses WE :) Den Film "Amor a distancia" (mit Drew Barrymore, keine Ahnung, wie er auf Deutsch oder Englisch heißt) kann ich nur jedem empfehlen. Lachflash ist garantiert!
Heute war keiner dazu zu bewegen, mit mir auf die Expo im Prado zu gehen, also bin ich alleine los. Es hat sich sowas von gelohnt! Ich habe so viel über Uruguay gelernt, wie es wohl sonst nur im Gespräch mit Einheimischen möglich ist, und auch dann hört man es nur und erlebt es nicht selber. Alles, was für das Land von Bedeutung ist, wurde ausgestellt, also hauptsächlich landwirtschaftliche Dinge. Tiere aller Art, Maschinen etc., es gab Pavillons mit Kunsthandwerk und selbstgemachten Lebensmitteln, sämtliche wichtige Firmen haben sich vorgestellt, Ministerien und das Beste war den Gauchos beim Viehtrieb zuzuschauen. Auf einer Grasfläche haben sie das den Zuschauern vorgeführt. Für mich waren die Stände mit heißem Wasser noch eine Attraktion (zum Auffüllen der Thermosflasche zum Mate-Trinken) und am Ausgang wurden Tortas Fritas verkauft!! Das ist was ganz Simples, typisch Uruguayisches, ein rundes Stück salziger Teig, der frittiert wird. Mmmhhh. Aber man glaubt es kaum, das Zeug wird fast nirgends verkauft! Man könnte fast meinen, es ist ein "Insider"-Essen, das nicht jedem zugänglich gemacht werden soll... Meine Mitbewohnerin hat allerdings auch keine Ahnung, warum es kaum verkauft wird.
Eigentlich wollte ich heute abend mit einem Intercambio-Kurs (den ich aber nicht mache) ins Theater, das hat aber leider nicht geklappt wegen besagtem Chaos :( Hat mich sehr geärgert, aber solche Dinge gehören wohl zu der Erfahrung Auslandssemester dazu. Nächstes WE sind Días del Patrimonio, dann gibt es eine neue Chance!
Am Freitag war eine Fraternities-Party bei den amerikanischen Austauschstudenten zu Hause, das war extrem lustig. Es wurde den Gästen stark ans Herz gelegt, eine Toga anzuziehen und sehr viele hatten auch eine an. Ich wusste bis kurz vorher auch nicht, was das ist, Melli und ich haben uns von ihrer Gastmutter ein Bettlaken ausgeliehen, das diente dann als Toga. Blätter als Deko ins Haar und ab gings. Dort wurden lustige Spiele gespielt, z.B. "Lasse dir Bier vom Fass durch einen Schlauch und Trichter in den Mund laufen" oder Beer Pong, dabei muss man versuchen, mit nem Eiswürfel in einen Becher mit Bier zu treffen. Schafft man das, darf man den Inhalt austrinken. Ansonsten hab ich einige nette Gespräche geführt und neue Leute kennengelernt, hat sich also gelohnt.
Der nächste Tag ging dementsprechend für mich erst am späten Nachmittag los, dann hat es mich aber doch in die Sonne gezogen. Ich war spazieren und bin ins Montevideo-Shopping (Window-Shopping kann auch interessant sein!) Danach war ich dort noch mit Melli im Kino, mein Luxus dieses WE :) Den Film "Amor a distancia" (mit Drew Barrymore, keine Ahnung, wie er auf Deutsch oder Englisch heißt) kann ich nur jedem empfehlen. Lachflash ist garantiert!
Heute war keiner dazu zu bewegen, mit mir auf die Expo im Prado zu gehen, also bin ich alleine los. Es hat sich sowas von gelohnt! Ich habe so viel über Uruguay gelernt, wie es wohl sonst nur im Gespräch mit Einheimischen möglich ist, und auch dann hört man es nur und erlebt es nicht selber. Alles, was für das Land von Bedeutung ist, wurde ausgestellt, also hauptsächlich landwirtschaftliche Dinge. Tiere aller Art, Maschinen etc., es gab Pavillons mit Kunsthandwerk und selbstgemachten Lebensmitteln, sämtliche wichtige Firmen haben sich vorgestellt, Ministerien und das Beste war den Gauchos beim Viehtrieb zuzuschauen. Auf einer Grasfläche haben sie das den Zuschauern vorgeführt. Für mich waren die Stände mit heißem Wasser noch eine Attraktion (zum Auffüllen der Thermosflasche zum Mate-Trinken) und am Ausgang wurden Tortas Fritas verkauft!! Das ist was ganz Simples, typisch Uruguayisches, ein rundes Stück salziger Teig, der frittiert wird. Mmmhhh. Aber man glaubt es kaum, das Zeug wird fast nirgends verkauft! Man könnte fast meinen, es ist ein "Insider"-Essen, das nicht jedem zugänglich gemacht werden soll... Meine Mitbewohnerin hat allerdings auch keine Ahnung, warum es kaum verkauft wird.
Eigentlich wollte ich heute abend mit einem Intercambio-Kurs (den ich aber nicht mache) ins Theater, das hat aber leider nicht geklappt wegen besagtem Chaos :( Hat mich sehr geärgert, aber solche Dinge gehören wohl zu der Erfahrung Auslandssemester dazu. Nächstes WE sind Días del Patrimonio, dann gibt es eine neue Chance!
Donnerstag, 16. September 2010
No llores por mi Argentina... voy a volver!
| Am Plaza de Mayo, Datum der Unabhängigkeit Argentiniens |
| Casa Rosada (das Regierungsgebäude) |
| Cabildo de Buenos Aires |
Mittwoch, 15. September 2010
Wieder in Montevideo
Ich bin wieder in meinem geliebten Uruguay :) Buenos Aires ist eine enorme Mega-Wahnsinnsstadt und toll für einen Besuch am Wochenende. Aber zum Leben ist es sicher sehr anstrengend, da ist mir das gemütliche Montevideo mit den Uruguayos tranquilos doch lieber. Wir haben in den 3 Tagen einiges von der Stadt gesehen: Am Samstag waren wir hauptsächlich im Microcentro (Innenstadt) beim Plaza de Mayo con Casa Rosada, Catedral y Cabildo (das war der Verwaltungssitz der kolonialen Städte), Calle Florida (Fußgängerzone mit tausend Läden, in der auch unser Hostel war), Galerías Pacifico (superschickes Shoppingcenter in der Calle Florida mit Foodcourt, in dem es so leckeres Essen gibt!) und abends mit einer Chilenin und einer Brasilianerin in einer Bar in Palermo Viejo, dem beliebtesten Ausgehviertel von Buenos Aires. Am Sonntag stand zuerst das Tangoviertel San Telmo auf dem Programm, wo wir u.a auf dem berühmten Antikflohmarkt waren. An dem Platz, wo der Flohmarkt ist, befinden sich auch viele Cafes, in einem haben wir gemütliche 2h verbracht und trotz der Tatsache, dass der Flohmarkt eine DER Attraktionen in BsAs ist, war das Cafe keine Touristenfalle! Sehr angenehm. Da ganz San Telmo ein einziger Marktstand war (der auch mal nur aus einer ausgebreiteten Decke mit den Waren auf dem Boden bestehen kann), gab es genügend Gelegenheiten, sich mit netten Dingen einzudecken. Ich kann jetzt eine schicke kleine Tasche aus echtem (!) argentinischem Leder für 12 Euro mein Eigen nennen :) Danach waren wir in La Boca, ein ärmeres Viertel, dessen Attraktion aus einer Straße mit bunt angemalten Häusern besteht. Das sind natürlich beliebte Fotomotive! Dort haben wir auch die zweite Tango Argentino Vorführung des Tages gesehen, in San Telmo kamen wir auch schon in den Genuss einer kostenlosen Straßenvorführung. Am Montag hat es leider den ganzen Tag geregnet, deshalb fiel Recoleta mit Evita Peróns Grab buchstäblich ins Wasser. Dafür sind wir shoppen gegangen und waren abends in Puerto Madero argentinisches Steak essen. Das beste Steak meines Lebens! Oh mein Gott, war das lecker! Und weil es uns so gut gefallen hat, wollte uns Buenos Aires gar nicht loslassen und hat uns noch eine Nacht länger dortbehalten. Unsere Fähre Montagnacht ist nicht gefahren, weil wegen des Windes der Hafen in Colonia geschlossen wurde. Qué aventura! Ich hab dann sämtliche Hostels durchtelefoniert und uns in Palermo einquartiert. Nach der ganzen Aufregung war die Nacht war kurz, aber am Dienstag mittag sind wir wieder wohlbehalten in der Realität angekommen. Diese war weniger schön, weil sie ein Quiz in der Abendvorlesung mit sich brachte. Das war zwar angesagt, aber Melli und ich haben es trotzdem in den Sand gesetzt. Diese eine Tabelle... Egal, es zählt ja nicht viel und die Note haben wir auch noch nicht.
Heute war wieder Servicio Comunitario und ich konnte mich zum ersten Mal richtig einbringen. Wir haben Interviews durchgenommen mit den Kids und danach noch eine Gruppenarbeit mit ihnen gemacht. Im Wohnheim lerne ich gerade unsere neuen Zimmernachbarn besser kennen und schüttele den Kopf über Washington, unseren Hausmeister (ja, der heißt wirklich so!). Celina (meine Mitbewohnerin) gestern: Washington hat mir gesagt, dass er dich nicht versteht, wenn du sprichst. Ich: Wie nett. Nur komisch, dass alle anderen mich verstehen und finden, dass ich gut spreche. (weil ich die Verben richtig konjugiere hihi) Heute abend ist meine verschollene Flüssigseife wieder aufgetaucht und er hat mich allen Ernstes gefragt, was das sei. Ich: Flüssigseife, zum Hände waschen. - Das kennen die Uruguayos normalerweise schon :D auch wenn es hier nur 3 Sorten Flüssigseife gibt im Supermarkt und nicht 30 wie in Deutschland. Hier wird es wirklich nie langweilig! In Buenos Aires haben wir die Apotheke leergekauft, weil viele Dinge in Argentinien viel günstiger sind als hier (bzw. überhaupt verfügbar). In Uruguay gibt es weniger Marken, weil es sich für viele Firmen nicht lohnt, in den Markt hineinzugehen. Es sind halt nur 3 Millionen potenzielle Kunden. Aber trotzdem: Wenn mich jemand fragen würde "Che, vos te sentís bien acá?", yo siempre contestaría con "Sí"!
Heute war wieder Servicio Comunitario und ich konnte mich zum ersten Mal richtig einbringen. Wir haben Interviews durchgenommen mit den Kids und danach noch eine Gruppenarbeit mit ihnen gemacht. Im Wohnheim lerne ich gerade unsere neuen Zimmernachbarn besser kennen und schüttele den Kopf über Washington, unseren Hausmeister (ja, der heißt wirklich so!). Celina (meine Mitbewohnerin) gestern: Washington hat mir gesagt, dass er dich nicht versteht, wenn du sprichst. Ich: Wie nett. Nur komisch, dass alle anderen mich verstehen und finden, dass ich gut spreche. (weil ich die Verben richtig konjugiere hihi) Heute abend ist meine verschollene Flüssigseife wieder aufgetaucht und er hat mich allen Ernstes gefragt, was das sei. Ich: Flüssigseife, zum Hände waschen. - Das kennen die Uruguayos normalerweise schon :D auch wenn es hier nur 3 Sorten Flüssigseife gibt im Supermarkt und nicht 30 wie in Deutschland. Hier wird es wirklich nie langweilig! In Buenos Aires haben wir die Apotheke leergekauft, weil viele Dinge in Argentinien viel günstiger sind als hier (bzw. überhaupt verfügbar). In Uruguay gibt es weniger Marken, weil es sich für viele Firmen nicht lohnt, in den Markt hineinzugehen. Es sind halt nur 3 Millionen potenzielle Kunden. Aber trotzdem: Wenn mich jemand fragen würde "Che, vos te sentís bien acá?", yo siempre contestaría con "Sí"!
Freitag, 10. September 2010
Ab geht's nach Buenos Aires
Jetzt hab ich noch ca. 45 min, bevor ich mich auf den Weg zum Busterminal mache, das gleich bei mir um die Ecke ist. Um 01.15 Uhr fährt unser Bus nach Colonia ab und von dort aus das Boot Richtung Buenos Aires. Ich freu mich schon sehr! In allererster Linie natürlich auf die Stadt, aber auch darauf, im Bus schlafen zu können. Gestern abend war Couchsurfing-Treff in der Ciudad Vieja, das war wieder sehr nett, neue Leute kennengelernt und getanzt! Heute war ich bei David und Megans Spanisch-Englisch Sprachtandem, das war witzig. Unglaublich, wie schwer es mir mittlerweile fällt, Englisch zu reden. Manchmal fallen mir die englischen Wörter nicht mehr ein, sonder nur die spanischen. So schnell kann es gehen. Aber mit dem Spanisch hab ich noch einen weiten Weg vor mir, was Perfektion betrifft. Ich kann mich sehr gut verständigen, aber manchmal hätte ich gerne, dass mir ein Muttersprachler einen Teil seines Gehirns schenkt :) Das wäre einfacher, als jede Vokabel einzeln lernen zu müssen. Aber ich hab auch noch einige Zeit hier zum Perfektionieren. Gegen später waren wir noch an der Rambla spazieren und als ich wieder in Tres Cruces war, hatte ich viel Spaß, bis ich endlich meine argentinischen Pesos für heute hatte. Spaß mit dem Geldautomat im Terminal und einen unnötigen Zusatzspaziergang. Der hat mir aber nicht geschadet, wenn man bedenkt, dass ich hier (noch) keinen Sport mache und das uruguayische Essen nicht unbedingt "weight watchers" geeignet ist :D im wahrsten Sinne des Wortes.
Hasta pronto, voy a la ciudad de los portenos (portenos = Einwohner von BsAs)
Hasta pronto, voy a la ciudad de los portenos (portenos = Einwohner von BsAs)
Dienstag, 7. September 2010
Bilder
Montag, 6. September 2010
Mate... und Punta del Este
...hmmm, das war wohl doch keine gute Idee, heute abend noch Mate zu trinken. Meinen Mate (das Gefäß) hab ich mittlerweile "imprägniert" (curar el mate), wenn man das richtig macht, schimmelt der Mate nicht. Das ist nämlich ein ausgehöhlter Minikürbis mit Leder umschlossen und ohne "curar" fühlen sich die Pilze dort sehr wohl. Mein erster Versuch am Freitag, selber Mate zu trinken, ging allerdings schief. Ich hatte zu viel Yerba in der Bombilla, das war ein "Hochgenuss" :D Heute abend hat meine Mitbewohnerin mir gezeigt, wie sie es macht, allerdings hätte ich vielleicht doch bis morgen warten sollen. Bin immer noch wach und es ist mittlerweile 3 Uhr nachts.
Am Wochenende waren Megan (USA), David (Spanien) und ich in Punta del Este. Das ist das angesehenste Beach-Resort in Südamerika, wir hatten zwei sehr entspannte Tage dort, weil noch Nebensaison ist. Shakira, Ricky Martin und Antonio Banderas kommen erst im Sommer, wir waren allerdings in "ihrem" Hotel. Zwar nicht zum Schlafen, sondern weil Megan ihre Ausrüstung für den Halbmarathon am Sonntag abholen wollte, aber immerhin... beeindruckend!! So ein Hotel sieht man nicht alle Tage von innen, Luxus pur.
Sowohl das Hotel als auch das angeschlossene Casino, das anscheinend das wichtigste in Südamerika ist. Am Samstag hat uns leider das Wetter noch im Stich gelassen und wir haben "La Mano" (5 große "Finger", die aus dem Sand ragen) im Regen fotografiert. In unserem bescheidenen HI-Hostel gab es eine offene Feuerstelle, an der haben wir uns danach erstmal aufgewärmt :) Ich liebe Hostels, vor allem dieses war wieder einmal super gemütlich! Jedes Hostel hat seinen eigenen Charme und wenn es ein gutes ist, fühlt man sich "home away from home"... wie im Painted Turtle Guesthouse in Nanaimo. Am Sonntagmorgen war strahlender Sonnenschein und wir sind zur Marathonstrecke gelaufen, um Megan anzufeuern. Nach 2h 5min war sie im Ziel und den restlichen Tag haben wir ruhig angehen lassen mit bisschen durch Punta schlendern und am Strand relaxen. Vor allem der Sonnenuntergang war atemberaubend, allerdings haben ihm die mate-trinkenden Einheimischen nicht viel Beachtung geschenkt. Die sind wohl zu verwöhnt, was das betrifft :D Für uns war es grandios und wir haben viele Fotos gemacht (kommen noch!). Nach dem Abendessen im Hostel (Bizcochos = Gebäck bzw. kleine gefüllte Croissants, Alfajores und Empanadas = gefüllte Teigtaschen) sind wir zurück nach Montevideo.
Buenas noches, voy a dormir ;) Gute Nacht, ich werd jetzt mal schlafen!
Am Wochenende waren Megan (USA), David (Spanien) und ich in Punta del Este. Das ist das angesehenste Beach-Resort in Südamerika, wir hatten zwei sehr entspannte Tage dort, weil noch Nebensaison ist. Shakira, Ricky Martin und Antonio Banderas kommen erst im Sommer, wir waren allerdings in "ihrem" Hotel. Zwar nicht zum Schlafen, sondern weil Megan ihre Ausrüstung für den Halbmarathon am Sonntag abholen wollte, aber immerhin... beeindruckend!! So ein Hotel sieht man nicht alle Tage von innen, Luxus pur.
Sowohl das Hotel als auch das angeschlossene Casino, das anscheinend das wichtigste in Südamerika ist. Am Samstag hat uns leider das Wetter noch im Stich gelassen und wir haben "La Mano" (5 große "Finger", die aus dem Sand ragen) im Regen fotografiert. In unserem bescheidenen HI-Hostel gab es eine offene Feuerstelle, an der haben wir uns danach erstmal aufgewärmt :) Ich liebe Hostels, vor allem dieses war wieder einmal super gemütlich! Jedes Hostel hat seinen eigenen Charme und wenn es ein gutes ist, fühlt man sich "home away from home"... wie im Painted Turtle Guesthouse in Nanaimo. Am Sonntagmorgen war strahlender Sonnenschein und wir sind zur Marathonstrecke gelaufen, um Megan anzufeuern. Nach 2h 5min war sie im Ziel und den restlichen Tag haben wir ruhig angehen lassen mit bisschen durch Punta schlendern und am Strand relaxen. Vor allem der Sonnenuntergang war atemberaubend, allerdings haben ihm die mate-trinkenden Einheimischen nicht viel Beachtung geschenkt. Die sind wohl zu verwöhnt, was das betrifft :D Für uns war es grandios und wir haben viele Fotos gemacht (kommen noch!). Nach dem Abendessen im Hostel (Bizcochos = Gebäck bzw. kleine gefüllte Croissants, Alfajores und Empanadas = gefüllte Teigtaschen) sind wir zurück nach Montevideo.
Buenas noches, voy a dormir ;) Gute Nacht, ich werd jetzt mal schlafen!
Donnerstag, 2. September 2010
La playa
Días de lluvia
Regentage... der Frühling ist noch nicht vollständig angekommen. Er hat ein paar Mal schon vorbeigeschaut und nett gewunken, sich dann aber wieder verzogen. Winter in Montevideo bedeutet viel Regen und starker Wind und das am besten gleichzeitig. Da kann man sich vorstellen, wie viel Spaß der Weg zur Uni macht! Die Straßen sind gesäumt mit kaputten Schirmen, die den Böen nicht standgehalten haben. Da es hier keine Schächte gibt, fließt das Wasser auf der Straße nicht ab, weshalb es fast unmöglich ist, trockenen Fußes von A nach B zu kommen. Aber man gewöhnt sich an alles, auch an 12h kalte Füße :) Gestern war so ein Tag! Ich kam mit Wasser im linken Schuh morgens an der Uni an, bin in meine Vorlesung und mittags haben sich meine Servicio Comunitario Gruppe und ich auf den Weg in die Schule gemacht. Die Kinder sind so goldig :) Wegen des schlechten Wetters war die Gruppe kleiner als sonst, 6 Jungs und 2 Mädels waren da. Wir haben Kennenlernspiele gemacht, ihnen das Radio erklärt und ich hab ihnen Deutsch beigebracht. Es ist eine Wonne zu sehen, wie neugierig und wissbegierig die Kinder sind. Das ist das Schöne an Kindern und deswegen macht es auch viel Spaß, mit ihnen zu arbeiten! Ich hab ihnen erklärt, wie man sich auf Deutsch vorstellt und sie wollten von sich aus die Zahlen und Farben wissen. Die Penarol-Fans wollten natürlich schwarz und gelb wissen :D Penarol ist eine der beiden wichtigsten Fußballmannschaften Montevideos, entweder ist man Penarol oder Nacional-Fan. Ich war gestern vor einer Woche am Feiertag mit ein paar Leuten bei einem Nacional-Spiel. Es war soooo kalt, aber die Stimmung im Stadion war super!! Viele identifizieren sich 1000% mit ihrer Mannschaft und eine Uruguaya hat erzählt, sie geht auch bei Regen ins Stadion. Fanáticos verdaderos - wahre Fans. Jedoch hat mir meine Mitbewohnerin erzählt, dass sich manche viel zu sehr hineinsteigern, nichts mehr essen und nicht mehr aus dem Haus gehen, wenn die Lieblingsmannschaft verliert. Und bei der WM haben öffentliche Ämter vor Spielbeginn der Selección geschlossen! Also was Fußball angeht, scheinen die Uruguayos noch ein bisschen verrückter zu sein als wir.
Heute haben wir noch eine Reise geplant, übernächstes WE geht es nach Buenos Aires! Diese Wahnsinnsmetropole mit den abermillionen Lichtern, die mich beim Landeanflug am ersten Tag schon beeindruckt haben. Wir werden im gleichen Hostel übernachten, in dem ich auch die erste Nacht in Südamerika verbracht hab und ich wette, mir geht es so wie damals bei meinem ersten Ausflug nach Vancouver. Ein paar Straßen sind schon vertraut und man kann es kaum fassen, dass in der Zwischenzeit 6 Wochen vergangen sind, weil es einem vorkommt wie gestern. Die Zeit rast. Hay que disfrutarlo y no desperdiciarlo. Man muss sie genießen und nicht verschwenden.
Besos, Christiane
Heute haben wir noch eine Reise geplant, übernächstes WE geht es nach Buenos Aires! Diese Wahnsinnsmetropole mit den abermillionen Lichtern, die mich beim Landeanflug am ersten Tag schon beeindruckt haben. Wir werden im gleichen Hostel übernachten, in dem ich auch die erste Nacht in Südamerika verbracht hab und ich wette, mir geht es so wie damals bei meinem ersten Ausflug nach Vancouver. Ein paar Straßen sind schon vertraut und man kann es kaum fassen, dass in der Zwischenzeit 6 Wochen vergangen sind, weil es einem vorkommt wie gestern. Die Zeit rast. Hay que disfrutarlo y no desperdiciarlo. Man muss sie genießen und nicht verschwenden.
Besos, Christiane
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