Sonntag, 1. August 2010

Vida de intercambio....

.... ist toll :) Alle, die es noch vor sich haben, können sich freuen!

Mein erstes Wochenende in Uruguay war sehr schön und ereignisreich. Am Freitag abend war wie schon erwähnt Wohnheimparty. Lektion 1 zu cultura uruguaya: Der Feierrhythmus ist um 2-3h nach hinten verschoben im Vergleich zum deutschen. Ich hab mich um 0.15 Uhr in den Partyraum begeben und war unter den ersten 5 Partygästen! Ähm... Ich bin schon mit Absicht nicht früher hoch, aber dachte dann, es ginge schon mehr. Aber die nächsten kamen bald und gegen 1 war der Raum (Fernsehraum des Wohnheims) gut gefüllt. Die Party selber war witzig, ich hab "uruguayische" Drinks probiert (Grappa mit Honig), meine Zimmernachbarin hat mir am nächsten Tag erzählt, dass das nicht typisch uruguayisch ist sondern eigentlich aus Russland kommt ^^ Hahahahaa... Sie wusste von keinem typisch uruguayischen alkoholischen Getränk. Na ja, sie haben ja noch den Mate! Außerdem hab ich Leute von der Residencia kennengelernt und mich mit denen unterhalten. Mit einem ziemlich lange, bis ich dann um 4 genug hatte und ins Bett bin. Schon praktisch, wenn man nur ein paar Treppen laufen muss :)
Gestern hab ich dann dementsprechend lange geschlafen (12) und bin dann aber aufgestanden, schließlich wird es hier schon um 6 abends wieder dunkel! Dem Winter sei dank. Hab mich nachmittags mit Melli und Sarah bei der Plaza Independencia getroffen. Ich war schon etwas früher dort, aber meine Versuche, alleine die Ciudad Vieja zu erkunden, sind kläglich gescheitert. War wohl in den falschen Straßen, wo am hellen Tag komische Gestalten unterwegs waren ^^ Wir sind dann zu dritt durch die Fußgängerzone gelaufen und runter zur Rambla (Strandpromenade). Juhuuuuuu, ich bin (fast) am Meer! Man sieht aber an der Farbe des Wassers, dass es der Río de la Plata ist und eben noch nicht der Atlantik. Ein paar Fotos und Blocks später sind wir mit dem Bus zum Tres Cruces Shoppingcenter (bei mir um die Ecke) gefahren und haben dort ein paar Stunden verbummelt. Abends hieß es dann wieder Fiesta! Schon lustig, wenn man um 0.15 das Haus verlässt, in die Stadt fährt, die anderen Partygänger (Sarah und ihr deutscher Mitbewohner) abholt und dann ganz gemütlich in die erste Bar geht. Das war in unserem Fall ein Irish Pub in der Ciudad Vieja, wo noch ein bisschen Live-Musik gespielt wurde. Da waren wir bis um kurz nach 3. Ach ja, tragos (Cocktails) sind günstig und SUPER in Uruguay (es ist genug drin!). Allerdings müssen die Uruguayos noch von ihren Nachbarn lernen, dass Caipirovska eigentlich nicht aus Zitronen besteht... na ja. Und allgemein, dass man Pommes eigentlich salzen sollte. Jaja, das sind so Kleinigkeiten :D Wir sind dann weitergezogen und haben 2 verschieden Locations beehrt. Wer mich kennt, weiß, dass ich in Deutschland alles andere als ein Discogänger bin und Bars bevorzuge. Liegt wohl daran, dass entweder die falsche Musik läuft oder die Discos überfüllt sind mit Teenies. Beides war gestern nicht der Fall! Musik war ein lustiger Mix aus Cumbia, Salsa, anscheinend beliebten lateinamerikanischen Hits von gestern und heute, Reggae, HipHop... hat wirklich Spaß gemacht!! Um 6 war ich dann daheim. So viel dazu, um euch eine Idee des uruguayischen Nachtlebens zu geben. Nächstes Mal wird's nicht mehr so ausführlich ^^
Heute bin ich wieder um 12 aufgestanden, weil ich auf den Markt wollte. 15min Fußweg von mir weg ist jeden Sonntag Markt, dort habe ich mich mit Megan aus den USA getroffen. Auf dem Markt gibt es ALLES, teilweise auch günstiger als im Supermarkt. Hab mir einen Topf und Obst gekauft und in einer Panadería Alfajores. Das ist ein superleckeres kleines Gebäck mit Dulce de leche gefüllt. Dulce de leche ist eine Art Karamellcreme - jamjamjam :) Hab mir heute auch einen Becher davon gekauft. Nach dem Markt sind wir in die Altstadt gelaufen, von dort aus zur Rambla und die Rambla entlang bis zum Parque Rodó, wo Megan bei einer Gastfamilie wohnt. Wir sind dort noch eine Weile gesessen, bis ich heim bin.
Morgen geht's an die Uni! Vorlesungen ab 10 Uhr!! Meine 9-tägigen Semesterferien sind dann offiziell vorbei. Mal schauen, was ich morgen nach dem 12h-Tag sagen werde. Die erste Woche wird jetzt stressig, weil wir uns alle möglichen Kurse anschauen, um herauszufinden, welche was sind und welche nicht. Vamos a ver...!

Muchos saludos desde Montevideo :) Christiane

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